Eingang Bleichstraße und Ost-West-Passage

 

 

Ecke Post-/Mörikestraße

 

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Staufengalerie Göppingen

 

Sandfarbige Klinkerfassaden

– mit weißen Sichtbetonbändern überwiegend stockwerksweise horizontal gegliedert

– in den Obergeschossen raumhohe Fenster im klassischen Hochformat

– in den Erdgeschosszonen möglichst viele Schaufenster

– dennoch steht das Gebäude mit genügend Klinkerfassadenanteil am Boden.

 

Inspirationen zur Fassadengestaltung ist  im „Schwäbischen“ zum einen die Farbe und Materialität des Jurakalksteins, zum anderen stand genau am heutigen Bauplatz in der Poststraße das 1899 erbaute Hallenbad. Seine Fassaden waren über dem Sockel aus Ziegelsteinen gemauert und durch Bänder aus Naturstein gegliedert.

 

Fassaden sollen dauerhaft und pflegeleicht sein.

Fassaden sollten auch bei Regenwetter hell und positiv auf den Betrachter wirken.

Fassaden sollten „in Würde altern“ – die Zeit gut überstehen.

Fassaden dürfen keiner „ Mode“ unterliegen.

Gerade heute werden bei alten Kaufhäusern, soweit inzwischen nicht zerstört,

die alten ursprünglichen Fassaden wieder freigelegt.

Fassaden sollten die Substanz haben, nicht wieder freigelegt werden zu müssen.

 

Ansicht Poststraße

 

Der Fassadenentwurf verwendet grundsätzlich das gleiche sandsteinfarbige Klinkermaterial, sowohl für das Einkaufzentrum selbst, als auch in Teilen für das Parkhaus. Die Gliederung der Baukörper geschieht durch das Ausbilden vertikaler Fugen im Bereich der Treppenhäuser, welche auch nachts durch ihre gezielt eingesetzt Notbeleuchtung entsprechende Wirkung erzeugt. Es wird auf Vor- und Rücksprünge im Wesentlichen verzichtet – die Fassade nutzt den vollen Projektbereich aus und verliert auf diese Weise keine Mietflächen. Lediglich im 2. OG am Haupteingang Poststraße bildet die Glasfassade im Bereich Bistro eine großzügige Loggia aus und es wird als Reminiszenz an den vorspringenden Haupteingang des historischen Hallenbades ein ebenso vorstehender  Ganzglaserker vorgeschlagen als „Eyecatcher“ vom Marktplatz aus leicht sichtbar und des nachts markant in Szene gesetzt - mit Menschen belebt. Dadurch gelingt ein  „Knocheneffekt Staufengalerie - Marktplatz“ über die Poststrasse.

 

 

Die Fassadenteile sind grundsätzlich als geschosshohe Fertigteile konzipiert mit besten Wärmedämmeigenschaften und guter Speicherfähigkeit. Die sandsteinfarbige Kinkerfassade soll vollflächig ausgefugt werden mit farblich auf den Klinkerabgestimmtem Fugenmaterial. Die Fenster im 2. und 3. OG können alle konventionell geöffnet werden; die Reinigung ist damit denkbar einfach. Werbung ist nur an den markanten Stellen mit dem Schriftzug „STAUFENGALERIE“ vorgesehen, wobei geschäftsbezogen im oberen Bereich der Schaufenster Flächen vorgesehen sind. Es wird vorgeschlagen, auf Leuchtreklame aller Geschäfte außen gänzlich zu verzichten. Was die Beleuchtung betrifft, so sollte über eine Fortführung des Konzeptes der „Neuen Mitte“ nachgedacht werden, insbesondere auch in Bezug auf die Umgestaltung der Poststraße bis zum Kreisverkehr.

 

Haupteingang an der Ecke Post-/Bleichstraße


Herausforderungen des gebauten Umfeldes / bestehende soziale Strukturen:


Historisch gesehen liegt das Gebiet unserer Neubebauung für die Staufengalerie außerhalb der Kernstadt. Der Bereich „Mittlere Karlstrasse“ wurde bewusst, aus Platzmangel innerhalb des Kerns, für sozial Schwächere  geschaffen. Das lastet der Gegend dort heute noch stark an, obwohl diese an sich stadtgestalterisch mit der stark durchgrünten Karlsallee von ortsprägender Bedeutung ist. Mit der Änderung des Verkehrskonzeptes im südlichen Bereich des neuen Parkhauses, soll nun ein Platz geschaffen werden, welcher nicht nur den südlichen Zugang zum Einkaufszentrum markiert, sondern langfristig auch Knotenpunkt als Verbindung zum stetig wachsenden Campusbereich der Fachhochschule sein wird.

Hier nun sieht der Verfasser in den Vorgaben des Wettbewerbs ein wirkliches Problem. Der Platz mit der neuen Verkehrsführung ist gut; die historische Grünfläche (siehe Planausschnitt) sollte erhalten werden - eine wie auch immer geartete Parkhausfassade ohne Belebung des Platzes ist jedoch stadtgestalterisch nicht vertretbar - noch schlimmer - die neuerlichen wichtigen Bestrebungen, das Karlstrassen - Quartier und seine Bewohner besser an die sich immer lebenswerter entwickelnde Kernstadt anzubinden, werden zunichte gemacht.

Die Karlstrasse wird ihre soziale Angliederung an die immer höherwertigere Kernstadt so nicht schaffen können. Es wird deshalb vorgeschlagen, vor die gesamte Südfassade ein ca. 8 m tiefes Gebäude zu platzieren, mit Ladengeschäften, Bistro und publikumsnahen Dienstleistern im EG, direkt vor der Hauptanlieferung der Staufen - Galerie; letztere wird dadurch vollkommen in den Hintergrund gedrängt. In den Obergeschossen mit reiner Südausrichtung kann beste innerstädtische Wohnqualität entstehen – vorrangig für Studenten, vielleicht auch ein Hotel. Das Parkhaus hat 3 weitere Fassaden, welche zur natürlichen Belüftung voll ausreichen.

 

Historische Karlstrasse mit neuen raumbildenden Kanten

 

Städtebaulich wurde die historisch nach Osten offene Karlsallee vor geraumer Zeit durch die neue Raumkante des „Karlstor- Gebäudes“ gefasst. Mit dem verkehrstechnischen Ende der durch das Grün getrennten Straßenräume an der Mörikestraße, bietet sich hier nun auch die Möglichkeit, den Stadtraum an dieser Stelle einzuengen und ihn in die straßenbegleitende Bebauung der Geislinger Straße übergehen  zu lassen. Auf diese Weise steht die Staufen - Galerie nicht in der Karlsallee, wo sie eigentlich auch nicht hingehört, sondern sie gehört so eindeutig zur Kernstadt. Der Platz ist „Mittler“ und dient beiden.

 

Blick aus der Vorderen Karlstraße auf das Parkhaus mit Studentenheim

 

Aus der Perspektive der Karlstrasse ist das Studentenheim in der Lage, sowohl im Nahbereich dem nicht renovierten C&A - Gebäude etwas Dominanz zu nehmen, als auch das im Hintergrund sich mächtig in Szene setzende Staufencenter in den Hintergrund zu drängen; auch das Parkhaus wird in seiner Höhe durch das zurückgesetzte Penthouse gemindert und es erhält eine wirkliche Fassade mit Inhalt - Menschen die dem Platz Identität geben. Etwa 80 Apartments öffnen ihre raumhohen Fenster an sonnigen Tagen voll nach Süden - es entsteht dann die Wirkung von Loggien. Die Bewohner werden zum Boule - Spielen auf historischem Karlstrassen- Grün animiert. Professoren wohnen auch dort, vielleicht werden auch einige ältere Menschen sogar durch Studenten betreut?

 

Blick von der Karlsallee mit Studentenheim                                Blick ohne Studentenheim zum Staufencenter

 

Fassadenabwicklung Bleichstraße

 

Ansicht Geislinger Straße

 

Ansicht Mörikestraße

 

Fassadendetail Haupteingang Poststraße

Fassadendetail Eingang Bleichstraße

Fassadendetail Treppenhaus

Fassadendetail Nebeneingang Ost-West-Durchgang

 

 

 

 



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